
Franz Baake fotografierte zwischen 2000 und 2010 kleinste Strukturen und Materialproben mithilfe eines Mikroskops und unter polarisiertem Licht. Seine Motive fand er in seiner unmittelbaren häuslichen Umgebung: Medikamente, Gewürze, Reinigungsmittel, Wein, Bier, Tränen oder Klebstoffe.
Durch die starke Vergrößerung und die besondere Beleuchtung löste Baake diese alltäglichen Substanzen aus ihrem vertrauten Zusammenhang. Was mit bloßem Auge ganz anders aussieht, verwandelt sich in komplexe, oft überraschend farbige und abstrakte Bildwelten. Kristallstrukturen, chemische Reaktionen und Materialeigenschaften werden sichtbar und lassen die Grenzen zwischen wissenschaftlicher Aufnahme, Naturbeobachtung und künstlerischer Fotografie verschwimmen.
Baakes Arbeiten machen damit das Unsichtbare des Alltags sichtbar. Sie regen dazu an, vertraute Dinge neu zu entdecken.

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https://medienarchiv.com/Autoren/Franz-Baake-Mikrofotos.htm