KI‑Bildoptimierung mit Aiarty Image Enhancer und Image Mapping

Aiarty Image Enhancer
Aiarty Image Enhancer

Digiarty Software, Inc. wurde 2006 gegründet und entwickelt seitdem Software für Windows, macOS, iOS und Android. Bekannt wurde das Unternehmen vor allem durch Programme zum Kopieren kommerzieller DVD‑Inhalte. Mit WinX DVD Ripper lassen sich Filme oder Musik von CDs und DVDs in andere Formate übertragen. Dabei werden auch kopiergeschützte Datenträger durch das Deaktivieren des Digital Rights Managements (DRM) entschlüsselt. Im Laufe der Jahre kamen einige Anwendungen zur Videobearbeitung, Kommentierung und Qualitätsverbesserung hinzu.

2024 führte Digiarty unter der Marke Aiarty eine neue Software‑Serie ein, die auf künstlicher Intelligenz basiert. Dazu gehören derzeit Aiarty Image Mapping zum Freistellen von Motiven, Aiarty Image Enhancer zum Hochskalieren, Entrauschen, Schärfen und zur Gesichtsrekonstruktion sowie der Aiarty Video Enhancer zur Optimierung von Videos.

Damit folgt das Unternehmen einem allgemeinen Trend zu KI‑Tools, die inzwischen von vielen Entwicklern mit ähnlichem Funktionsumfang angeboten werden. Als Branchenvorbild gilt Topaz Labs, das jedoch durch teure Abonnements an Akzeptanz verliert. Zudem kooperiert Topaz Labs inzwischen eng mit Adobe – ein Unternehmen, das in der Vergangenheit bereits andere Softwarehersteller wie Pixmantic (RAW Shooter) oder Macromedia (Dreamweaver) übernommen hat. Eine ähnliche Entwicklung könnte auch Topaz Labs bevorstehen.

Ein Vorteil der Aiarty‑Tools ist das Einmal‑Kauf‑Modell: Nach dem Erwerb können sie unbegrenzt genutzt werden und erhalten zeitlich unbefristet sogar Updates. Die Dauerlizenz erlaubt sogar die Installation auf bis zu drei Computern, ist jedoch auf ein Betriebssystem (entweder Windows oder macOS) beschränkt. Wie viele Konkurrenten kommt auch Aiarty nicht um Rabattaktionen umhin – ob Cyber Monday, Summer Sale oder Jubiläen. Die Software wird häufig erheblich unter dem regulären Preis angeboten.
Da derzeit nahezu identische KI‑Tools wie Pilze aus dem Boden schießen, entscheiden vor allem Nutzerfreundlichkeit, Ergebnisqualität und Preis über den Erfolg. Hinzu kommen die Hardwareanforderungen, denn viele Anwender besitzen leistungsstarke, aber nicht mehr ganz neue Computer, die problemlos funktionieren, jedoch von moderner Software, zum Beispiel von Windows 11 grundlos ausgeschlossen werden. Die Community reagiert darauf mit Workarounds und beweist, dass es auch anders geht.

Nicht jeder möchte alle paar Jahre einen neuen High‑End‑Rechner kaufen. Klassische Engpässe wie zu wenig RAM oder langsame Festplatten sind längst Geschichte. Die Frage lautet daher: Braucht man für sinnvolle KI‑Tools wirklich Spitzenhardware? Professionelle Anwender profitieren sicher von moderner Technik, doch Hobby‑Fotografen, die nur einige alte Videos oder ein paar Dutzend Bilder optimieren möchten, benötigen diese Leistung oft nicht.

Aiarty Image Matting
Aiarty Image Matting

Ich habe Aiarty Image Enhancer und Aiarty Image Mapping unter anderem auf einem älteren Dell Precision 7720 getestet – ein High‑End‑Laptop aus dem Jahr 2017 mit Intel‑i7‑CPU der 7. Generation, NVMe‑SSD, 32 GB RAM und einer NVIDIA P4000 mit 8 GB VRAM. Die Bearbeitung von Dateien bis 24 Megapixel verlief problemlos und ohne übermäßig lange Wartezeiten. Moderne Hardware wäre sicher schneller und für Profis unter Zeitdruck attraktiver, aber im professionellen Umfeld wird eher mit Tools von Topaz Labs gearbeitet, während Aiarty vor allem  auf Consumer abzielt. Ob diese Hardware-Einordnung auch für den Aiarty Video Enhancer gilt, habe ich noch nicht getestet.

Fazit: Die beiden Aiarty‑Tools funktionieren gut auf typischen Heimcomputern, sofern eine dedizierte Grafikkarte mit mindestens 4 GB VRAM vorhanden ist.

Derzeit existieren leider noch keine Plugin‑Versionen. Aiarty Image Enhancer und Aiarty Image Mapping sind reine Standalone‑Programme. Eine Integration in Software wie Affinity Photo, XNView MP oder zumindest in ACDSee Gemstone Photo Editor bzw. ACDSee Photo Studio Ultimate wäre wünschenswert. Zwar enthalten die ACDSee Programme eine eigene KI‑Motiverkennung, doch Aiarty Image Mapping arbeitet präziser, zum Beispiel kann es Motive von Schatten trennen, was ACDSee noch nicht in gleicher Qualität gelingt.

Mein ausführlicheres Review zu Aiarty Image Enhancer und Aiarty Image Mapping steht auf photoinfos.com:

https://photoinfos.com/Fotosoftware/Aiarty/Aiarty-image-enhancer-image-matting.htm

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